Der Code darf nicht nur Kommentar bleiben
In einem BIM-Modell kann ein CFC- oder eCCC-Bât-Code vorhanden sein, ohne wirklich nutzbar zu sein. Er steht vielleicht im Objektnamen, in einer freien Eigenschaft oder in einer softwarespezifischen Konvention. Für Menschen kann das lesbar sein, automatisierte Prüfungen und zuverlässige Exporte werden dadurch jedoch erschwert.
Ein Qualitätsaudit prüft, ob die Klassifikation strukturiert, stabil und zum Objekt passend ist. Die Daten sollten filterbar, vergleichbar und übertragbar sein, ohne manuelle Interpretation zu benötigen.
Was geprüft werden sollte
- Der Code ist am relevanten Objekt hinterlegt und nicht nur an einer Gruppe oder Bezeichnung.
- Die Klassifikationsquelle ist eindeutig: CFC, eCCC-Bât oder ein anderes Referenzsystem.
- Das Format ist im gesamten Modell konsistent.
- Mehrfachzuordnungen sind dokumentiert, wenn ein Objekt mehrere Gewerke betrifft.
- Die Werte passen zur Art des IFC-Elements.
Warum das für die Bauherrschaft wichtig ist
Eine saubere Klassifikation unterstützt Mengen, Kostenanalysen, den Vergleich von Gewerken und die Vorbereitung von Betriebsdaten. Sie verhindert auch, dass am Projektende Tabellen manuell neu aufgebaut werden müssen.
Für BIM-Management wird die Kontrolle einfacher: Objekte ohne Code, inkonsistente Codes oder falsch zugeordnete Elemente lassen sich systematisch isolieren.
Schrittweise vorgehen
Nicht jedes Projekt benötigt die gleiche Detailtiefe. Die Klassifikation sollte zur vorgesehenen Nutzung passen: Koordination, Kostenermittlung, Betrieb oder Handover. Ein Audit kann mit kritischen Objektfamilien beginnen und den Umfang mit zunehmender Modellreife erweitern.
